Heute hier, morgen dort

Freitag, Januar 13th, 2012 um 21:09 | Dahingeworfenes | 1 Kommentar

Und schon wieder packe ich alles, was ich habe, auf möglichst kleinen Raum zusammen, um den Ort zu verlassen, an dem ich eine Weile gelebt habe und weiter zu ziehen.
Das ist das sechste Mal in meinem Leben.
Und das sechste Mal in den vergangenen fünf Jahren.
 
Und wieder lasse ich etwas hinter mir und weiß nicht genau, was vor mir liegt.
 
Vom Land in die fremde Großstadt.
Von der vertraut gewordenen Großstadt in die totale Fremde, deren Sprache ich kaum verstehe.
Von der lieb gewonnenen, wenn auch abgeschiedenen Kleinstadt in die nächste fremde Großstadt.
Von der frisch angefreundeten, schönen Großstadt in die liebgewonnene, wenn auch abgeschiedene Kleinstadt.
Von der noch lieber gewonnenen, wenn auch abgeschiedenen Kleinstadt in die hässliche Stadt.
Von der hässlichen Stadt mit der tollen Firma in die kürzlich angefreundete Großstadt.
Und dann?
Vielleicht wieder in die liebgewonnene Abgeschiedenheit.
Oder…weiter ist noch nicht geplant.
 
Es ist spannend, positiv und negativ aufregend, ich liebe und ich hasse es.
Und ich danke euch allen für die liebevolle Unterstützung.

Abenderheiterung

Montag, November 28th, 2011 um 20:09 | Mitmenschen | Keine Kommentare

Haus schräg gegenüber, gleiches Stockwerk, Vorhänge und Fenster offen, genau wie bei mir: Und die werte Nachbarin ist sich nicht zu schade, laut quäkend zu Alicia Keys (mit allem Gequietsche und übertriebenen Colorationen) in ihre Haarbürste mitzuquäken. Herrlich.

Solche Momente…

Mittwoch, November 16th, 2011 um 21:01 | Mitmenschen | 1 Kommentar

…an denen man sich einfach auf dem Absatz umdreht und weggeht.
 
Weil man sonst schreit.
Oder gemein wird.
 
Ich suchte soeben im Real destilliertes Wasser.
Sehr lange schon, bis ich dann jemanden fragte, wo es denn stünde, denn es war nicht bei den Haushaltswaren, nicht bei den Wasch- und auch nicht bei den Putzmitteln.
Auf meine Frage wollte der Kerl mit Bügelwasser andrehen - was mir überhaupt nichts hilft, denn ich brauche es als Gießwasser für den kürzlich geschenkten Sonnentau.
Ich beharrte also auf meinem destilliertem Wasser, und was macht der Kerl?
“Destilliertes jibbet da!” und zeigt zu den Spirituosen.
Da war so ein Moment…
 
 
Und dann waren da wieder diese Nervensägen von Straßenständen, die müden Menschen nach Feierabend etwas anddrehen wollen.
Diesmal standen sie am Ausgang des Supermarktes, geschickt so positioniert, dass man sie auf dem Weg nach draussen umrennen musste, und fragten, ob ich denn schon die Baby-Krankenwagen kenne.
Meine Antwort war “Jap, komme aus Stuttgart” (was zwar nicht stimmt, aber das weiß die ja nicht, und ganz falsch ist es auch nicht).
Ihre Antwort war nur ein dümmliches “Häää? Was hatn dat damit zu tun?”*
Ich liebe ja Menschen, die einem etwas andrehen wollen, aber nicht wissen, was sie da eigentlich verkaufen.
Da war dann noch so ein Moment.
 
 
*Kurze Erklärung: Der Baby-Krankenwagen wurde im “Olgäle”, dem Stuttgarter Kinderkrankenhaus, sozusagen erfunden. Siehe Björn-Steiger-Stiftung.

Aller guten Dinge sind drei

Mittwoch, November 2nd, 2011 um 18:50 | Dahingeworfenes | 1 Kommentar

Bei meiner alltäglichen Sichtung der Nachrichten konnte ich heute dreimal erstaunt “Schon wieder?” ausrufen: Großkonzerne setzen alles vor die Wand und müssen sich dafür nicht verantworten, Frühchen sterben an verunreinigten Infusionen und Radikale erzürnen sich über Mohammend-Witze.
 
Zwar habe ich im Geschichtsunterricht gelernt, dass alles sich wiederholt, aber gleich so schnell?
Eine spontane Erklärung könnte die zunehmende Verdummung der Menschheit sein.
Vielleicht war aber auch nur einem Praktikanten langweilig, und er hat im Archiv gebuddelt?

Immer auf die Kleinen

Donnerstag, Oktober 6th, 2011 um 21:11 | Dahingeworfenes | 2 Kommentare

Die Stadt Mönchengladbach erhebt eine Zweitwohnsitzsteuer.
Das tut natürlich besonders Studenten weh, die hier (wie ich) ihre Abschlussarbeit schreiben oder aber (wie viele viele andere, denn die Hochschule Niederrhein ist groß) hier studieren, in dieser grottenhässlichen Stadt aber auf keinen Fall ihren Hauptwohnsitz haben wollen.
Diese Zweitwohnsitzsteuer betragen 10 % der Jahresmiete (ich zahle 350 im Monat!!), und sie fällt vierteljährlich an.
Das ist ein schmerzhaft großer Brocken.
Und nein, Studenten sind ausdrücklich nicht von dieser Steuer ausgenommen.
Ich zitiere die Stadtverwaltung:
“Es gibt keine Vergünstigungen für bestimmte Personenkreise (z. B. Studenten, Rentner).”*
 
Ich muss aber meine Hauptwohnung auf der Alb haben, da ich sonst mein Wahlrecht in Baden-Württemberg verliere.
Und ich will meine Stimme unbedingt zur S21-Volksabstimmung erheben.
Ich durfte schon die letzten Landeswahlen nicht mitmachen, weil ich mich zum Praxissemester in München voll angemeldet habe. Was mic unheimlich geärgert hat.
 
Ich glaube, nach der Volksabstimmung melde ich mich um.
Je nach dem wie die Schwaben das mit dem Zweitwohnsitz so handhaben.
 
 
 
*
Quelle mönchengladbach.de 06.10.2011, 21:07 Uhr

Tauwetter

Mittwoch, September 7th, 2011 um 15:39 | Wohnen | 1 Kommentar

Heute habe ich meinen kaputten Kühlschrank (ja, das habe ich mehrfach angemahnt, ja, da war mal ein Techniker da, der sich aber nie wieder gemeldet und auch nichts repariert hat) abgetaut.
Was genau an diesem Kühlschrank kaputt ist, weiß ich nicht, jedenfalls kühlt er ununterbrochen durch, sodass selbst bei Stufe 1 noch Minusgrade im Innenraum herrschen.
In diesem Gerät konnte ich im Grunde kaum etwas aufbewahren, weil alles Gemüse in kürzester Zeit Gefrierbrand bekommen hat.
Dementsprechend dick waren die Eisklötze, die sich nach nun 6 Monaten Benutzung an der Rückwand gebildet hatten.
Ratet doch mal.
Nein, nochmal raten.
 
Nach zwei Stunden habe ich die Böden angeföhnt, damit ich sie endlich mal rausholen konnte, dann gingen auch diese unglaublich dicken Eisklötze ab.
Der Dünnste betrug immer noch seine sieben Zentimeter, der Dickste fast elf. Nach zwei Stunden Tauzeit!
 
Seltsamerweise war mein Eisfach nahezu überhaupt nicht vereist. Das nenne ich mal Ironie.

Wohnheimsvandalismus

Dienstag, August 9th, 2011 um 23:21 | Mitmenschen, Wohnen | 1 Kommentar

In diesem Haus wohnen viele Kindsköpfe.
Das ist nicht nur an den immer wieder auftauchenden Schmähungen diverser Personen und auch sonstigem Quatsch, der an die Tafel neben meiner Wohnung geschmiert wird, zu erkennen. (Warum da eine Tafel im Flur hängt, weiß ich nicht). Ferner erkennt man es auch an Müllbergen, die sich im Flur türmen - zum Glück räumt die jemand regelmäßig weg - oder meinem heutigen Erlebnis im Waschraum.
Dieses Gebäude hat für alle Bewohner zusammen zwei Waschmaschinen und einen Trockner.
Als ich heute meine Wäsche machte, war in diesem einzigen Trockner fertige! Wäsche.
Nach über einer Stunde hat “meine” Waschmaschine ihr Programm beendet, und der Trockner war immer noch belegt.
Ich habe eine Stunde mit meiner nassen Wäsche gewartet, dann wurde es mir zu bunt (und zu spät), also habe ich den Trockner abgewischt und die fremde Wäsche auf den Trockner geräumt, um nun meinerseits den Trockner mit meiner Wäsche zu befüllen.
Und mir, wie ich es immer tu, eine Uhr gestellt, um meine Wäsche eben nicht stundenlang zu vergessen.
Als ich nach den abgelaufenen 50 Minuten dann in den Waschraum kam, stellte ich fest, dass nicht nur die zuvor blockierende Wäsche weggeräumt war, nein, der Besitzer dieser war offenbar gar nicht mit meinem Tun einverstanden, und hat einfach den Trockner ausgemacht und geöffnet.
Ob dieser Mensch mir Wäsche gestohlen oder sonst irgendetwas mit meinem Zeug angestellt hat, weiß ich nicht, auf jeden Fall hat er damit bei mir einen Nerv getroffen.
 
Solch blinden Vandalismus verstehe ich einfach nicht. Und es regt mich fürchterlich auf.
Vor allem ärgert es mich, da ich nun die Feuchtigkeit der Wäsche doch über Nacht in der Wohnung habe, was ich durch Benutzung des Trockners eigentlich vermeiden wollte.
 
Ich habe diesem Menschen ja nichts Böses getan, ich habe dessen Wäsche nicht in die Mülltonne geworfen oder auf den Boden. Ich habe sogar den Wäscheberg mit einem Handtuch abgedeckt.
Vielleicht hätte ich einen Zettel schreiben sollen.
Derartige Boshaftigkeiten sind mir einfach nur fern und unverständlich.
Und ich finde es schade, dass erwachsene Menschen anderen einfach ohne Grund (oder mit nichtigen) Schaden zufügen.
Ja, ich habe mich mehrfach wiederholt. Ich bin gerade aber auch einfach wütend.

Schlecht gescherzt

Donnerstag, Juli 21st, 2011 um 11:19 | Uni und so | Keine Kommentare

Manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt in die Vorlesungen gehe.
Warum ich mir überhaupt die Mühe mache, alles mitzuschreiben und für eine Klausur lerne.
Wenn die Dozenten uns ohnehin verarschen und Klausuren stellen, die den Inhalt der Vorlesung bestenfalls peripher tangieren.
Und die so umfassend sind, dass man bestenfalls zwei Drittel der Klausur lösen kann.
Ich fühle mich verarscht.
Wenigstens bin ich damit keineswegs alleine.

Elend

Mittwoch, Juli 20th, 2011 um 21:21 | Uni und so | 1 Kommentar

Alle Welt ist in den Wochen vor den Prüfungen krank.
Und alle Welt ist zu den Prüfungen wieder fit.
Und wer wird in der zweiten Prüfungswoche so dick erkältet wie schon seit mehr als anderthalb Jahren nicht mehr?
Genau.
Mir geht es so richtig schön elend mit Kopf- und Gliederschmerzen, Halsweh, Watte im Kopf und obendrein raubt mir ds den Schlaf.
Zwei Klausuren habe ich so schon hinter mich gebracht, und ich habe noch Controlling und Statistik vor mir.
Das wird ein Spaß.
…nicht.

Wortreich

Freitag, Juli 15th, 2011 um 20:54 | Mitmenschen | Keine Kommentare

Es ist schön, endlich Dinge zu erledigen, die man sich so lange vorgenommen hat.
Um so schöner dann, wenn die eigenen Erwartungen um Längen übertroffen werden.

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