Archive for Januar 6th, 2009

Die Sache mit der einen und der anderen Hand

Dienstag, Januar 6th, 2009 | Dahingeworfenes | 3 Kommentare

oder: Denn sie wissen nicht, was sie tun.

Halb Deutschland scheint vor Schreck zu erlahmen, sobald mal ein paar Zentimeter Schnee fallen. Als wäre das noch nie passiert. Insbesondere mein vertrauter Feind: Die Deutsche Bahn.
Wie kann es sein, dass die Bahn absolut nicht auf Kinkerlitzchen wie festgefrorene Weichen oder vereiste Fahrleitungen eingestellt ist?
Ich meine, die haben ja weiß Gott nicht zum ersten Mal in ihrer Geschichte mit solchen Problemen zu kämpfen.
Und dennoch hatte heute in Köln nahezu jeder Zug massive Verspätung (in Stuttgart scheint das übrigens nicht passiert zu sein).
Seltsam.
Da muss man sich doch irgendwas Kluges einfallen lassen können!
 
Weil mein IC nun fröhliche 40 Minuten Verspätung hatte Randbemerkung: meine Füße sind von der Steherei dermaßen eingefroren, dass sie erst in Tübingen wieder warm wurden, habe ich mir latente Sorgen um meinen Anschluss gemacht. Denn ich bin mit der einzigen Verbindung gefahren, bei der ich nur gnädige 20 Minuten Umstiegszeit habe.
Kurz nach Mannheim (letzter Halt vor Stuttgart) hatten wir weniger als 30 Minuten Verspätung, also ging ich zur Zugbegleitung und fragte, ob man vielleicht den Interregio, der mich nach Ebingen zurück kutschiert, auf unseren Intercity warten lassen könne.
Darauf erntete ich die höchst erfreuliche Antwort, dass der Interregio heute nicht fahre, es sei ja Feiertag in BaWü. Naaa toll.
Dabei hatte die Kundenärgereinrichtung der Bahn im Internet doch behauptet, ich könne getrost am 06.01.09. um 14:16 mit dem Interregio in Stuttgart abfahren!
Grummelbrummel.
Nun Gut, ich habe mir eine Alternative Verbindung geben lassen (mit dem RE nach Tübingen und von da aus mit dem Schneckenexpress namens Hohenzollerische Landesbahn weiter), die auch “bloß” 45 Minuten länger dauerte.
Das ist ärgerlich, aber damit hätte ich leben können.
 
Wenn mir der Interregio nicht in Stuttgart vor der Nase weggefahren wäre.
 
Die beiden Zugbegleiter hätten diese Verwirrung durch einen einfachen Funkspruch (oder wie auch immer die kommunizieren) entwirren können, und ich wäre weit gemütlicher und schneller wieder hier gewesen. Der Interregio hätte nur zwei Minuten länger warten können.
Ich hasse Umsteigen wie die Pest, hab ich das mal erwähnt?
Immerhin hatte ich nun zwei volle Stunden Zeit, diesen Ärger zusammen mit meinem restlichen Proviant zu verdauen.
Direkt nach der Ankunft habe ich schon brav ein paar Hausaufgaben erledigt und werde das nun weiter tun.
In einer eiskalten Wohnung bleibt man wenigstens schön zum lernen wach. Ich habe zwar während meiner Abwesenheit die Heizung auf 2 gelassen, dennoch zeigte mein Thermometer mir frische 16 Grad an. Buah! Mittlerweile sind es wenigstens wieder 20.
 
Und bitte nicht wundern, dass ich in nächster Zeit vielleicht weiterhin so wenig schreibe, aber bald ist Prüfungsphase!
Mensch, was hab ich Angst!
Und Mensch, was bin ich froh, dass wir Vier (JaneSabrinaDaniundIch) uns zusammen gefunden haben.

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