Eingeläutet

Mittwoch, Januar 13th, 2010 um 21:37 | Uni und so, Über mich

Heute war Abgabe der Strickdesign*mappen.
Das war eine tierische Quälerei.
Und das habe nicht nur ich so empfunden, nein, alle Studenten empfanden das unverhältnismäßig viel Arbeit. Selbst die Leute, denen der Designkram unter normalen Umständen Spaß macht, fanden es anstrengend.
Besonders mies finde ich dass einige, untere anderem auch ich, in Industrieller Fertigungstechnik in einer Gruppe waren, die die grundlegenden Inhalte für die Konfektion von Grobstrickware erst jetzt durchnimmt. Dadurch fehlte mir also eigentlich das Wissen für den ganzen Designkram.
Ich hoffe, die Prof’in berücksichtigt das bei der Bewertung.
Zumindest hat sie mir dazu geraten, meine Studienarbeit einfach zu halten.
Es war dennoch viel, viel Arbeit.
Aber ich habe es hinter mir.
Es ist irgendwie gegangen.
Damit wäre jetzt für mich offiziell die Prüfungsphase eingeläutet.
 
Die letzte Nacht habe ich übrigens mal gut geschlafen. Ausnahmsweise. Ich finde, das sollte mal erwähnt werden.
Aber jetzt habe ich dennoch Kopfweh und mir ist leicht übel :(.
Spazieren gehen hat auch nicht geholfen. Mist.
 
 
 
*Designkram in einem Ingenieursstudium heisst übrigens nicht nur hübsche Bildchen malen, sondern eben auch angeben, aus was für Materialien sie gemacht werden, mit welchen Maschinen gearbeitet werden soll, was für Besonderheiten in der Verarbeitung der Ware beachtet werden müssen und so weiter. Bei Strickware muss dann auch noch angegeben werden, welche Maschine das Gestrick herstellen soll (wir mussten natürlich auch die Textile Fläche an sich entwerfen, nicht einfach nur Modelle), in welcher Feinheit das Gestrick gemacht wird (bspw. E12 - zwölf Nadeln pro Zoll), ungefähr ausrechnen, wie viele Maschen auf 10×10 cm im Gestrick vorkommen (das variiert natürlich je nach Strickbindung). Technische Modellblätter mit Maßstabsangabe, auch von den Gestrickbereichen (an welchem Punkt muss welche technische Aufgabe von der Maschine erledigt werden? Was wird bei dem farbigen Gestrick mit den vorne nicht auftauchenden Farben gemacht? Die müssen ja auch irgendwie eingebunden sein und dürfen nicht einfach hinten rumhängen. Und wie komme ich nun zu dem Muster? Wie macht die Maschine das überhaupt?), Schnitte dazu direkt beigefügt und natürlich alles an dem Programm welches die Maschine steuert ausgearbeitet. Und zwar so dass es auch theoretisch tatsächlich funktionieren würde, versteht sich.
Dazu noch Designscheiß wie schönes Layout der Mappe, ein Kollektionskonzept mit Inspirationsquellen, Zielgruppen, realistischem Preisrahmen der Produkte aufgrund der Konfektion und der Ausgangsmaterialien, nahezu jedes Blatt mit Garn- und Gestrickprobe bekleben und natürlich alles einscannen und nochmal zusätzlich auf CD abgeben.
Damit ihr mal so ungefähr versteht was ich da überhaupt studiere, und warum “Design Ingenieur” eigentlich ein separater Studiengang ist ;).

4 Kommentare to Eingeläutet

Bekka
Januar 13, 2010

Im nächsten Semester muss ich dann übrigens auch noch angeben, wie die Textilien veredelt und gepflegt werden sollen, wenn ich mich recht entsinne.

Mama
Januar 13, 2010

Freut mich, dass Ihr abgeben konntet, hoffentlich kommt die Arbeit gut an - ich drück die Daumen!

Bekka
Januar 13, 2010

Ich hatte in diesem Semester übrigens noch andere Fächer und weitere Studienarbeiten.
Einmal einen weiteren Designscheiß, der hauptsächlich dazu diente, ein weiteres CAD Programm zu erlernen (Mappenabgabe nächste Woche), und dann noch das Fach Textilprüfung. Man nehme ein großes Stück Stoff, zerschneide es nach DIN in verschieden große Stücke und analysiere das Material, mache sie unter definierten Bedingungen kaputt bzw malträtiere sie bis sie aufgeben. Kaputtprüfen! Hat Spaß gemacht :D.

Zebri
Januar 19, 2010

Stoffprüfen klingt viel toller als Softwareprüfen. Die geht nämlich nicht richtig kaputt ;)

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