Mitmenschen
Abenderheiterung
Montag, November 28th, 2011 | Mitmenschen | Keine Kommentare
Haus schräg gegenüber, gleiches Stockwerk, Vorhänge und Fenster offen, genau wie bei mir: Und die werte Nachbarin ist sich nicht zu schade, laut quäkend zu Alicia Keys (mit allem Gequietsche und übertriebenen Colorationen) in ihre Haarbürste mitzuquäken. Herrlich.
Solche Momente…
Mittwoch, November 16th, 2011 | Mitmenschen | 1 Kommentar
…an denen man sich einfach auf dem Absatz umdreht und weggeht.
Weil man sonst schreit.
Oder gemein wird.
Ich suchte soeben im Real destilliertes Wasser.
Sehr lange schon, bis ich dann jemanden fragte, wo es denn stünde, denn es war nicht bei den Haushaltswaren, nicht bei den Wasch- und auch nicht bei den Putzmitteln.
Auf meine Frage wollte der Kerl mit Bügelwasser andrehen - was mir überhaupt nichts hilft, denn ich brauche es als Gießwasser für den kürzlich geschenkten Sonnentau.
Ich beharrte also auf meinem destilliertem Wasser, und was macht der Kerl?
“Destilliertes jibbet da!” und zeigt zu den Spirituosen.
Da war so ein Moment…
Und dann waren da wieder diese Nervensägen von Straßenständen, die müden Menschen nach Feierabend etwas anddrehen wollen.
Diesmal standen sie am Ausgang des Supermarktes, geschickt so positioniert, dass man sie auf dem Weg nach draussen umrennen musste, und fragten, ob ich denn schon die Baby-Krankenwagen kenne.
Meine Antwort war “Jap, komme aus Stuttgart” (was zwar nicht stimmt, aber das weiß die ja nicht, und ganz falsch ist es auch nicht).
Ihre Antwort war nur ein dümmliches “Häää? Was hatn dat damit zu tun?”*
Ich liebe ja Menschen, die einem etwas andrehen wollen, aber nicht wissen, was sie da eigentlich verkaufen.
Da war dann noch so ein Moment.
*Kurze Erklärung: Der Baby-Krankenwagen wurde im “Olgäle”, dem Stuttgarter Kinderkrankenhaus, sozusagen erfunden. Siehe Björn-Steiger-Stiftung.
Wohnheimsvandalismus
Dienstag, August 9th, 2011 | Mitmenschen, Wohnen | 1 Kommentar
In diesem Haus wohnen viele Kindsköpfe.
Das ist nicht nur an den immer wieder auftauchenden Schmähungen diverser Personen und auch sonstigem Quatsch, der an die Tafel neben meiner Wohnung geschmiert wird, zu erkennen. (Warum da eine Tafel im Flur hängt, weiß ich nicht). Ferner erkennt man es auch an Müllbergen, die sich im Flur türmen - zum Glück räumt die jemand regelmäßig weg - oder meinem heutigen Erlebnis im Waschraum.
Dieses Gebäude hat für alle Bewohner zusammen zwei Waschmaschinen und einen Trockner.
Als ich heute meine Wäsche machte, war in diesem einzigen Trockner fertige! Wäsche.
Nach über einer Stunde hat “meine” Waschmaschine ihr Programm beendet, und der Trockner war immer noch belegt.
Ich habe eine Stunde mit meiner nassen Wäsche gewartet, dann wurde es mir zu bunt (und zu spät), also habe ich den Trockner abgewischt und die fremde Wäsche auf den Trockner geräumt, um nun meinerseits den Trockner mit meiner Wäsche zu befüllen.
Und mir, wie ich es immer tu, eine Uhr gestellt, um meine Wäsche eben nicht stundenlang zu vergessen.
Als ich nach den abgelaufenen 50 Minuten dann in den Waschraum kam, stellte ich fest, dass nicht nur die zuvor blockierende Wäsche weggeräumt war, nein, der Besitzer dieser war offenbar gar nicht mit meinem Tun einverstanden, und hat einfach den Trockner ausgemacht und geöffnet.
Ob dieser Mensch mir Wäsche gestohlen oder sonst irgendetwas mit meinem Zeug angestellt hat, weiß ich nicht, auf jeden Fall hat er damit bei mir einen Nerv getroffen.
Solch blinden Vandalismus verstehe ich einfach nicht. Und es regt mich fürchterlich auf.
Vor allem ärgert es mich, da ich nun die Feuchtigkeit der Wäsche doch über Nacht in der Wohnung habe, was ich durch Benutzung des Trockners eigentlich vermeiden wollte.
Ich habe diesem Menschen ja nichts Böses getan, ich habe dessen Wäsche nicht in die Mülltonne geworfen oder auf den Boden. Ich habe sogar den Wäscheberg mit einem Handtuch abgedeckt.
Vielleicht hätte ich einen Zettel schreiben sollen.
Derartige Boshaftigkeiten sind mir einfach nur fern und unverständlich.
Und ich finde es schade, dass erwachsene Menschen anderen einfach ohne Grund (oder mit nichtigen) Schaden zufügen.
Ja, ich habe mich mehrfach wiederholt. Ich bin gerade aber auch einfach wütend.
Wortreich
Freitag, Juli 15th, 2011 | Mitmenschen | Keine Kommentare
Es ist schön, endlich Dinge zu erledigen, die man sich so lange vorgenommen hat.
Um so schöner dann, wenn die eigenen Erwartungen um Längen übertroffen werden.
Schnöder Mammon
Dienstag, Mai 24th, 2011 | Mitmenschen, Uni und so | Keine Kommentare
Ich arbeite in diesem Semester (seit April) als studentische Hilfskraft.
Die Arbeit ist recht gut entlohnt und macht großen Spaß.
Im April hat nur seltsamerweise noch keine studentische Hilfskraft Geld gesehen.
Wie die Meisten wohl wissen, wurde in diesem Jahr die klassische Lohnsteuerkarte abgeschafft und durch eine elektronische Variante ersetzt.
Was kein Ding wäre, wenn das LBV damit umgehen könnte.
Sämtliche Studentische Hilfskräfte haben schöne Briefe erhalten, dass sie mangels Lohnsteuerkarte bzw. Steueridentifikationsnummer fröhlich in Steuerklasse 6 eingestuft wurden, bis die Lohnsteuerkarte nachgereicht wird.
Das abgeschlagene Geld kann man dann via Steuererklärung am Ende des Jahres wieder einfordern.
Hurra.
Einige haben also tatsächlich das Aprilgehalt mitte Mai bekommen, abzüglich einer satten Summe.
Ich gehöre zu denjenigen, die zwar kein Geld, dafür aber einen Haufen Briefe vom LBV bekommen haben. Inhaltlich etwas von wegen fehlende Lohnsteuerkarte, keine Steuer-ID, daraus folgend Steuerklasse 6, bitte Steuer-ID nachreichen usw.
Da ich meine Lohnsteuerkarte bzw. den Ausdruck der elektronischen kopielos fortgeschickt habe, wusste ich meine Steuer-ID aber nicht, um sie nachzureichen.
Um solcherlei Angelegenheiten kümmert sich neuerdings das Finanzamt. Die Menschen, die dafür zuständig sind, sind über diese Zuständigkeit aber offenbar nicht sehr erfreut. Zumindest war der Mensch am Telefon in allerhöchstem Maße unfreundlich und ihr Verhalten haarscharf an Beleidung grenzend.
Nun hat mir dieser Mensch nach höflichem Überreden meinerseits und weniger höflichen Aussagen über meine Ordentlichkeit ihrerseits ein relativ formloses Schreiben mit meiner Steuer-ID geschickt.
Mit dieser Steuer-ID in der Hand rief ich dann - auf weitere Unfreundlichkeiten gefasst - bei meiner werten Sachbearbeiterin im LBV an. Die Dame war das erquickende Gegenteil der Kollegin vom Finanzamt - freundlich, hilfsbereit, und trotz meiner dummen/fachunkundigen Fragen höflich.
Mein Problem hat sich in der Wartezeit auf das Schreiben vom Finanzamt von selbst erledigt, da sei wohl in einer anderen Abteilung etwas kleben geblieben, alles in Ordnung, Ende Mai kriege ich dann mein volles Gehalt von Mai und April ohne irgendwelche Abzüge. Wenn nicht, dürfe ich mich gerne wieder melden, kein Problem, dafür sei sie ja da.
Schön.
Der Weg zur Erleuchtung
Dienstag, März 29th, 2011 | Mitmenschen, Wohnen | 1 Kommentar
Mein werter Vormieter hatte in der zwei Birnen fassenden Deckenlampe zwei 40 Watt Glühfunzeln. Kein Problem, dachte ich mir - ich habe ja einen wunderschönen 300 Watt Halogendeckenfluter.
Dummerweise heizt dieser meine <20 qm Wohnung mit Dachschräge auch bei halber Leistung innerhalb einer Stunde auf knapp 30 °C auf.
Also musste dazu eine Alternative her.
Diese 40 Watt Glühfunzeln finde ich aber äussert unwohnlich duster (obwohl meine bevorzugte Kleidungsfarbe das nicht vermuten lässt, ist meine Wohnung tatsächlich überwiegend weiß).
Also musste hellerer Ersatz her. Und bei Investitionen denke ich ja gerne an die Zukunft.
Allerdings erwieß sich die Aufgabe, 11 Watt Energiesparlampen (das sind etwa 60 Glühbirnenwatt) mit E14 Fassung - am liebsten natürlich warmweiß - zu finden als ein schwerer, steiniger Weg.
Am Ende fand ich welche - für unglaubliche 9,99 € das Stück :O . Und es gab auch nur diese seltsam Verdrehten - was ich aber nun nicht weiter schlimm finde, denn das passt ja zu mir, ne?
.
Nun sitze ich hier bei schönem, hellem Licht. Hat doch auch was.
Ich fühle mich in dieser Wohnung sehr, sehr wohl (obwohl die Wände teilweise gelb sind).
Ungeschützt
Freitag, November 19th, 2010 | Mitmenschen, Über mich | 2 Kommentare
Wie soll man sich sicher fühlen, wenn das DB-Sicherheitspersonal einen erst als Dreckszombie beschimpft und dann aggressiv murmelt, man solle nicht so scheiße glotzen, wenn man den Menschen freundlich anschaut?*
Das war leider nicht das erste Mal, dass ich mich in Gegenwart einer Deutsche-Bahn-Sicherheitskraft eher schutzlos ausgesetzt als behütet gefühlt habe.
Und leider auch nicht das erste Mal, dass ich von einer solchen DB-Security oder U-Bahn-Wache grundlos beleidigt wurde.
Ja, ich habe einen extremen Hang zu schwarzer Kleidung und eine nicht gerade gewöhnliche Frisur.
Aber ich habe weder offensichtliche Piercings noch Tattoos im Gesicht oder so…im Grunde sehe ich (von meiner meistens eintönigen Kleidungsfarbe mal abgesehen) sehr normal aus.
Und ich trage auch nicht immer nur schwarz, ich schminke mich nicht immer stark schwarz, an Arbeitstagen oft sogar (fast) gar nicht.
Auch bin ich Mitmenschen gegenüber in der Regel zuvorkommend und freundlich oder versuche zumindest, ungute Laune durch Schweigen Fremden gegenüber für mich zu behalten.
Nun drängt sich mir unweigerlich folgender Gedanke auf: Wenn Bahn-Sicherheitspersonal schon relativ normale Personen abwertend und herablassend behandelt - was passiert dann mit Bürgern mit Migrationshintergrund, äusserlich extrem individuellen Persönlichkeiten (Punks zum Beispiel) oder Personen, die der “Sicherheitsbeauftragte” aus irgendeinem fadenscheinigen Grund einfach nicht mag?
Meiner Meinung nach ist Sicherheitspersonal dazu da, dass es zum Beispiel kleine zierliche Weibchen davor schützt, keinen Menschen mit bösartigen Absichten in die Hände zu fallen.
Ich hatte leider nahezu immer das Gefühl, dass DB-Personal nicht auf der Seite jener Stand, die von den pöbelnden Mitmenschen belästigt wurden - sondern im Gegenteil sich köstlich mit anderen Partygängern amüsiert hat O.o .
*Ich habe mir angwöhnt, Menschen freundlich zuzuzwinkern oder sie anzulächeln, wenn sie mir wegen meines Äußeren negativ begegnen. Ich erlebe es sehr, sehr! selten, dass ein Mensch tatsächlich stur bleibt und nicht zumindest besänftigt guckt oder gar zurücklächelt, wenn ich sie mit nonverbal kommunizierter Freundlichkeit überhäufe.
Das ist mir wichtig: Ich möchte, dass Menschen nicht nur wegen Äusserlichkeiten urteilen, sondern darüber hinwegsehen und lernen, das Wesen dahinter zu erkennen.
Don’t judge a book by its cover
.
Der Schreihals vom Petuelring
Montag, Oktober 4th, 2010 | Mitmenschen | 2 Kommentare
An der U-Bahn Station Petuelring, an welcher ich allmorgendlich aussteige, gibt es seit einiger Zeit am Morgen eine merkwürdige “Attraktion”.
Eine Frau in signalroter Jacke fängt kurz nach Einfahrt der Bahn fürchterlich an zu schreien, und wirft sich dabei fuchsteufelswild gegen die Fahrertür der Bahn, tritt und schlägt dagegen. Sie beschimpft wohl den Fahrer, aber ich habe ihre Worte bislang nicht genau verstehen können.
Ich bemitleider die Dame irgendwie. Auch wenn es als Passant sehr unangenehm ist, das zu erleben (erst recht als Bahnfahrer), und ich rein anatomisch sowieso nichts machen kann. Irgendwas muss diese Frau doch quälen o.O .
Mich würde schon interessieren was da los ist.
Nichtenzeit
Dienstag, August 10th, 2010 | Mitmenschen | Keine Kommentare
“Tante Betta, mit Dir alleine sein ist richtig schön!”
Diesen Satz habe ich in diversen Abwandlungen mehrfach von meiner Nichte gehört, mit der ich den Nachmittag über allein zu Hause war.
Hach <3 .
Quickstart
Donnerstag, Juli 1st, 2010 | Mitmenschen, Wohnen | 2 Kommentare
Mein Alice-Surfstick ist da und tut ganz prächtig.
Ich hätte gedacht dass Internet via UMTS langsamer ist, aber wahrscheinlich bin ich vom Hochschulnetz einfach verdorben
.
Ich habe Montag Abend gegen 21:30 die Bestellung abgeschickt, und heute morgen schon traf er ein.
Jetzt bin ich mal gespannt wann das “richtige” Internet geliefert wird. 16 000 Kb/s - das wird ein Geschwindigkeitsrausch
.
&nbs;
Der Kundenservice von Alice ist übrigens erste Sahne.
“Guten Tag, ich hab n Mac und weiß nicht ob mein Problem daran liegt.”
Service-Mensch: “Bestimmt nicht. Schießen sie mal los.”
“Das mit dem Freischalten der Surfstick-SIM scheint online irgendwie nicht ganz zu klappen.”
Service-Mensch: “Ja, das könnte wohl an uns liegen, ich mach das gerade mal manuell.”
Und ne Stunde später lief dann alles.
Feinfein.
Und jetzt geht es brav weiter mit lernen…
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