Dahingeworfenes

Heute hier, morgen dort

Freitag, Januar 13th, 2012 | Dahingeworfenes | 1 Kommentar

Und schon wieder packe ich alles, was ich habe, auf möglichst kleinen Raum zusammen, um den Ort zu verlassen, an dem ich eine Weile gelebt habe und weiter zu ziehen.
Das ist das sechste Mal in meinem Leben.
Und das sechste Mal in den vergangenen fünf Jahren.
 
Und wieder lasse ich etwas hinter mir und weiß nicht genau, was vor mir liegt.
 
Vom Land in die fremde Großstadt.
Von der vertraut gewordenen Großstadt in die totale Fremde, deren Sprache ich kaum verstehe.
Von der lieb gewonnenen, wenn auch abgeschiedenen Kleinstadt in die nächste fremde Großstadt.
Von der frisch angefreundeten, schönen Großstadt in die liebgewonnene, wenn auch abgeschiedene Kleinstadt.
Von der noch lieber gewonnenen, wenn auch abgeschiedenen Kleinstadt in die hässliche Stadt.
Von der hässlichen Stadt mit der tollen Firma in die kürzlich angefreundete Großstadt.
Und dann?
Vielleicht wieder in die liebgewonnene Abgeschiedenheit.
Oder…weiter ist noch nicht geplant.
 
Es ist spannend, positiv und negativ aufregend, ich liebe und ich hasse es.
Und ich danke euch allen für die liebevolle Unterstützung.

Aller guten Dinge sind drei

Mittwoch, November 2nd, 2011 | Dahingeworfenes | 1 Kommentar

Bei meiner alltäglichen Sichtung der Nachrichten konnte ich heute dreimal erstaunt “Schon wieder?” ausrufen: Großkonzerne setzen alles vor die Wand und müssen sich dafür nicht verantworten, Frühchen sterben an verunreinigten Infusionen und Radikale erzürnen sich über Mohammend-Witze.
 
Zwar habe ich im Geschichtsunterricht gelernt, dass alles sich wiederholt, aber gleich so schnell?
Eine spontane Erklärung könnte die zunehmende Verdummung der Menschheit sein.
Vielleicht war aber auch nur einem Praktikanten langweilig, und er hat im Archiv gebuddelt?

Immer auf die Kleinen

Donnerstag, Oktober 6th, 2011 | Dahingeworfenes | 2 Kommentare

Die Stadt Mönchengladbach erhebt eine Zweitwohnsitzsteuer.
Das tut natürlich besonders Studenten weh, die hier (wie ich) ihre Abschlussarbeit schreiben oder aber (wie viele viele andere, denn die Hochschule Niederrhein ist groß) hier studieren, in dieser grottenhässlichen Stadt aber auf keinen Fall ihren Hauptwohnsitz haben wollen.
Diese Zweitwohnsitzsteuer betragen 10 % der Jahresmiete (ich zahle 350 im Monat!!), und sie fällt vierteljährlich an.
Das ist ein schmerzhaft großer Brocken.
Und nein, Studenten sind ausdrücklich nicht von dieser Steuer ausgenommen.
Ich zitiere die Stadtverwaltung:
“Es gibt keine Vergünstigungen für bestimmte Personenkreise (z. B. Studenten, Rentner).”*
 
Ich muss aber meine Hauptwohnung auf der Alb haben, da ich sonst mein Wahlrecht in Baden-Württemberg verliere.
Und ich will meine Stimme unbedingt zur S21-Volksabstimmung erheben.
Ich durfte schon die letzten Landeswahlen nicht mitmachen, weil ich mich zum Praxissemester in München voll angemeldet habe. Was mic unheimlich geärgert hat.
 
Ich glaube, nach der Volksabstimmung melde ich mich um.
Je nach dem wie die Schwaben das mit dem Zweitwohnsitz so handhaben.
 
 
 
*
Quelle mönchengladbach.de 06.10.2011, 21:07 Uhr

Verdrehte Welt

Freitag, Juli 8th, 2011 | Dahingeworfenes | 2 Kommentare

Seitdem mein werter Liebster ein Glas Eistee über meinen Kindle vergossen hat, funktioniert der Ein- und Ausschalter wieder; vorher klemmte der, verhakte sich und glitt nur seeehr langsam zurück in seine Ausgangsposition, was das Einschalten des Gerätes erheblich verzögerte.
Dafür knirschten die Blättertasten nach der Eisteebehandlung etwas seltsam.
 
Nachdem ich das Ding kurz drauf habe fallen lassen und die Rückwand mal wieder halb absprang (ein ganz doofes Manko an dem Gerät, wirklich!), ist das Knirschen der Blättertasten auch verschwunden und sie tun geräuschlos und ohne Probleme, was sie sollen.
 
Seltsames Ding.
Manchmal scheint es wohl doch zu lohnen, alles hinzuschmeissen.

Brummelgrummel

Donnerstag, Juni 30th, 2011 | Dahingeworfenes | Keine Kommentare

Brummelgrummel!

Abenteuer zu später Stunde

Dienstag, Juni 7th, 2011 | Dahingeworfenes | 2 Kommentare

Unsere Bibliothek hat in der “heissen Phase” des Semesters gnädigerweise bis 23 Uhr geöffnet.
Von etwa 20 bis 21:30 Uhr verweilte ich heute in eben jener Bibliothek.
Und weil man in der Bibliothek schon mal etwas kopieren muss, hatte ich mein Portemonnaie inklusive Studentenausweis und viel Bargeld dabei.
 
Später dann, um 22:58 Uhr dachte ich mir, es wäre doch lustig, eine historische Maschinenstricknadel im Portemonnaie zu haben.
…Portemonnaie?
Aber…es steckte doch in der Hosentasche!
Die Hose so verdächtig leicht, die Tasche erschreckend leer.
Um 23:02 Uhr war ich mir dann ziemlich sicher, dass es wohl noch am Kopierer liegen muss.
Also nochmal schnell in die Klamotten springen und zur Bibliothek sprinten - vielleicht ist die Studentische Hilfskraft noch da, welche die Bibliothek beaufsichtigt. Sie ist immerhin eine Masterstudentin aus unserem Studiengang - man kennt sich ja und ist sich grundsätzlich freundlich gesinnt.
Ich konnte sie gerade abgefangen, als sie das Gebäude zuschloss.
Und sie war tatsächlich so freundlich, noch einmal mit mir in der Bibliothek zu suchen. Eine halbe Stunde lang (so groß ist unsere Bibliothek gar nicht…).
Vergeblich.
Auch die angestrengte Suche des Rückweges - schwarzes Objekt auf nasser Straße im Regen in dunkler Gasse - brachte kein Ergebnis.
Niedergeschlagen und überlegend, ob der Verlust groß ist oder ich ihn Dank meines Minijobs verkraften kann, stieg ich also wieder in den Aufzug und fuhr nach oben.
 
Mein Portemonnaie lag mit solcher Selbstverständlichkeit zwischen Aufzug und meiner Wohnungstür, dass ich beinahe daran vorbei gelaufen wäre.
Mit komplettem Inhalt.
Nein wie schön.
 
In meiner Panik bin ich, statt den üblichen Weg über den Innenhof zu nehmen, über die Feuertreppe hinten aus dem Gebäude zur Straße raus gelaufen, da mir dies den Weg um das Gebäude spart und ich somit näher an der Bibliothek bin. Somit habe ich meinen Geldbeutel auf dem Hinweg nicht gesehen.
Ende gut, alles gut. Und die E7 Niederfußnadel für RL-Flachstrickmaschinen darf fortan Glücksbringerchen spielen. 7 ist auch eine schöne Zahl.

Voll erwischt

Sonntag, Mai 29th, 2011 | Dahingeworfenes | 2 Kommentare

BSE & Kreuzfeld-Jakob, Maul-und-Klauenseuche, Vogelgrippe, Schweinegrippe…all das war mir egal.
 
Insbesondere die große Panik um die Schweinegrippe hat bei mir eher Erheiterung als Sorge ausgelöst.
Grippen kriege ich einfach nicht, ich bin ja sogar sehr selten mal erkältet.
 
Aber seitdem mich kürzlich das Norovirus für einige Tage ins Krankenhaus gebracht hat und ich mich noch über eine Woche nach Entlassung eher matt als fit fühlte, hat sich meine ohnehin andauernde unterschwellige Sorge um Magen-Darm-Erkrankungen drastisch erhöht.
Und in genau diese Kerbe der Sorge schlagen die Meldungen über Ehec ein. Als im Radio die Nachricht kam, dass man Gurken, Salate und Tomaten meiden solle, futterte ich gerade fröhlich an einer Portion Cocktailtomaten. Wenige Tage zuvor aß ich noch Blattsalat.
Das war der genaue Moment, in dem in mir die Panik aufkam und mich mit voller Breitseite erwischte.
 
Hier in Süddeutschland sollte man sich eigentlich recht sicher vor einer Infektion fühlen, aber Angst (besonders meine Ängste) ist ja häufig doch irrational.
Ich werde drüber lachen, wenn sich die Ehec-Panik als die gleiche Blase wie die Schweinegrippe herausstellt und auch genau so platzt. Auch wenn die meisten Erkrankten Frauen sind, sind bislang ja doch überwiegend alte (und damit tendenziell schwache) Menschen gestorben.
Aber ich bin eine erwachsene Frau, ich bin von schwacher Konstitution, ich habe eine empfindliche Darmflora.
Also wasche ich mir sehr gründlich die Hände (wie im Krankenhaus gelernt und von der BzgA empfohlen), vermeide Rohkost und weitere “gefährdete” Lebensmittel und habe für den größten Notfall eine Krankenhaustasche gepackt.
Nennt es albern, aber meine Erfahrung mit Noro hat mir gereicht.
Es hat mir gereicht, drei Tage ohne Shampoo oder Duschgel im Krankenhaus zu liegen.
Es hat mir gereicht, in der Notaufnahme auf Behandlung zu warten, weil das Personal sich zuerst vor mir stritt, wer putzt oder ob ich lieber direkt in ein anderes Krankenhaus verlegt werde (obwohl meine Symptome bei Einlieferung eigentlich schon nahezu vorüber waren).
Es hat mir gereicht, eine Woche Arbeit für mein Studium nachzuholen.
Es reicht mir immer noch, andauernd gefragt zu werden, ob es mir wieder besser gehe.
 
Ich bin meinen Mitmenschen sehr dankbar, dass sie meine Sorge um eine Ehec-Infektion teilen, auch wenn sie selbst es wahrscheinlich genau so wenig ernst nehmen wie die letzten angeblichen Epidemien.
 
Nachtrag
Diesmal schaffen es nicht einmal die Statistiken (laut BzgA erfolgt nur bei 5-10 % der Infizierten ein hämolytisch-urämisches Syndrom, bei 80-90% der Infizierten passiert einfach gar nichts) mich hinreichend zu beruhigen. Aber ein bisschen hilft es.

Wartewartewarte…upszuspät

Mittwoch, Mai 25th, 2011 | Dahingeworfenes | 1 Kommentar

Heute war ich in einer Warteschleife, an deren Ende (!) folgender Satz durchgesagt wurde:
“Wenn Sie uns persönlich erreichen wollen, rufen Sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal an oder besuchen Sie uns in unserem Kundenzentrum.”
Warum muss der Kunde sich erst fünf Minuten Warteschleifengedudel anhören, um diesen Satz zu hören?
Der Deutsche ist heutzutage ja eher auf langes Warten in Warteschleifen getrimmt (unter anderem deswegen besitze ich als Alice- und O2-Kunde ein Headset), aber wenn das Warten in der Warteschleife keinen Sinn hat, sollen die Menschen diese Meldung doch bitte an den Anfang der Warteschleife setzen.
Der Mensch, den ich schließlich erreichte, meinte zu diesem Sachverhalt nur, dass sie da auch nichts für könne. Hätte erwartet, dass meine Beschwerde weitergeleitet wird, oder das zumindest behauptet wird.

Zensus

Freitag, Mai 20th, 2011 | Dahingeworfenes | 2 Kommentare

Der Kerl war doch tatsächlich beleidigt, dass ich ihn nicht hereingebeten habe.
Den Fragebogen hat er erst nach dreimaliger Aufforderung rausgerückt, nachdem ich ihm versichert habe, dass ich ihn auch an einem anderen Termin auf keinen Fall in meine Wohnung lassen werde.
 
Ich finde es übrigens frech, dass ich das Porto für den Fragebogen selbst zahlen muss.

Lustwandel

Dienstag, Februar 1st, 2011 | Dahingeworfenes | 1 Kommentar

Vom Marienplatz über den Stachus mit Schlenker an der Theresienwiese vorbei nach Hause.
Weil ich keine Lust hatte, drei Stationen lang in der U-Bahn rumzusitzen.
 
Das waren knapp anderthalb Stunden Spaziergang bei -6 °C und Wind, wohlgemerkt.
Mensch, hat das gute Laune gemacht.
 
Und in anderthalb Stunden muss ich zurück zum Stachus und meine Brille abholen :D .

Search

Kategorien

 

Februar 2012
M D M D F S S
« Jan    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829